Assisted GPS (Assisted Global Positioning System) oder kurz A-GPS ist eine Kombination aus satellitenbasiertem GPS und einem Verfahren zum Empfang von Assistenzinformationen. Die Assistenzinformationen werden benötigt, um die GPS-Position schneller bestimmen zu können. Dazu ermittelt das GPS-Gerät über das Mobilfunknetz die Assistenzinformationen und kann dann ziemlich genau angeben, an welcher Position sich der Empfänger befindet. Assisted GPS wird also dazu eingesetzt, um die sogenannte Erstposition schneller bestimmen zu können und eine höhere Positionsgenauigkeit zu erhalten. Assisted GPS ermöglicht eine besonders hohe Genauigkeit durch eine hohe Empfindlichkeit. Trotz Gebäuden oder anderen Störfaktoren kann A-GPS die Position des Empfängers auf bis zu wenige Meter genau anzeigen. Das gewöhnliche GPS hat einige Nachteile, die mit A-GPS ausgeräumt werden. GPS wurde ursprünglich entwickelt, um die Position eines dauerhaft geschalteten Empfängers, der sich im Freien befindet, zu ermitteln. Durch Flugzeuge, große Gebäude und öffentliche Verkehrsmittel kann das GPS-Signal gestört werden. Aus diesem Grund muss beim gewöhnlichen GPS der Standort stetig neu berechnet werden, was mitunter sehr lange dauern kann. Dafür ist GPS recht genau und kann unter anderem für standortbezogene Dienste mit einem Mobiltelefon genutzt werden. Wie viel Zeit bis zur Ermittlung der Positionsbestimmung vergeht, ist abhängig von der Aktualität des sogenannten Almanachs, der im Empfänger gespeichert wird. Der Almanach wird mittels GPS auf den Empfänger übertragen. Wenn das GPS-Gerät über einen längeren Zeitraum nicht genutzt wurde, muss eine Vielzahl von Daten empfangen werden, bevor eine Positionsbestimmung möglich ist. Dieser Vorgang kann dann bis zu 12,5 Minuten dauern, wenn das GPS-Gerät ohne Empfang genutzt wurde. In der Stadt ist die Sicht zu den GPS-Satelliten meistens stark beschränkt und in Gebäuden unmöglich. Zudem ist der Stromverbrauch des Satellitenempfängers sehr hoch. Die Probleme, die es beim gewöhnlichen GPS gibt, werden beim A-GPS vermieden, indem sich das Gerät dem GSM-Mobilfunknetz bedient, um dem Empfänger die Assistenzinformationen zu senden. Dadurch erfolgt eine schnellere und genauere Positionsbestimmung. Die benötigten Assistenzinformationen erhält das Gerät, indem es Laufzeitinformationen von GPS-Funkzellen empfängt. Sollte der AGPS-Empfänger zur gleichen Zeit mehrere Signale von Funkzellen empfangen können, kann die Positionsbestimmung durch eine Kreuzpeilung erfolgen.